„Trau dich!“ – ein Heiratsantrag im Sommerkonzert 2026
Eine Woche voller Musik erlebten unsere ca. 150 Schülerinnen und Schüler aus den Chören aller Jahrgangsstufen und der Vorband.
Zuerst ging es drei Tage zum Proben in die Musikakademie Ochsenhausen, die mit ihren wunderschönen Räumlichkeiten ideale Voraussetzungen
bietet. Trotz enormer Hitze waren die jungen Musikerinnen und Musiker mit großer Freude und Einsatzbereitschaft dabei, wenn es darum ging,
den Liedern den letzten Schliff zu geben, Choreografien zu üben und gemeinsam den auf alle Gruppen aufgeteilten Schlusschor
zusammenzusetzen. Auch die Rahmenhandlung des Konzerts wurde noch ausgefeilt und mit den Schauspielern geprobt.
Kaum zurück von den Musiktagen fand am Donnerstag, dem 25.06.26, unser Sommerkonzert unter dem Titel „Trau dich!“ in der Aula des Gymnasiums
statt. Mit vielen bekannten Liedern, wie z.B. „Kompliment“ (Singen für Jungs), „Best Day of my Life“ (Unterstufenchor), „Die with
a smile“ (Mittelstufenchor) „Ich lass für dich das Licht an“ (Oberstufenchor) und „See you later, Alligator“ (Vorband) begeisterten
die Schülerinnen und Schüler das Publikum in der voll besetzten Aula.
Eingebettet waren die Musikstücke in die Geschichte eines jungen Manns, der am Samstagmorgen in der U-Bahn vom Putzpersonal aufgeweckt
wird und sich nicht mehr erinnern kann, was zuvor passiert war. Schritt für Schritt rekonstruiert er den vorherigen Tag und findet
heraus, dass er kurz davorsteht, seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen. Doch wo ist der Ring? Bis er diesen wieder
findet, muss er einige Nerven lassen. Ein Happy End gibt es dann mit dem Song „Marry You“ in der großen Besetzung mit
allen Chören.
Ein tolles Event, für das sich das monatelange Üben wirklich gelohnt hat!
Veronika Amselgruber
Jazz&Käs meets Mickey & Friends!
Einen wunderschönen und abwechslungsreichen Abend erlebten die Zuhörerinnen und Zuhörer bei bekannten Klängen rund um das Motto
Disney.
Einen Schwerpunkt im Programm bildeten die eingängigen Melodien der Disney-Filme, die die Big Band schwungvoll darbot.
Erstmals bei Jazz & Käs wurden dabei auch Stücke von einem Chor gesungen: Singen für Jungs und Unterstufenchor wirkten mit ihren
über 80 Mitgliedern mit zwei Liedern aus dem Dschungelbuch mit. Weitere Filmmelodien wurden von Solistinnen und Solisten höherer
Jahrgangsstufen beigesteuert. Das kulinarische Angebot wie die namensgebenden Käseteller, das der Elternbeirat, der Förderkreis
und die Jahrgangsstufe 12 anboten, rundete den durch und durch gelungenen Abend ab.
Matthias Ströse
Weihnachtskonzert: Himmlische Klänge zur Adventszeit
Ein Abend voller Glanzlichter, strahlender Stimmen und zarter Melodien
Engel kann man nicht sehen, aber man kann ihnen begegnen − in Momenten, die unser Leben berühren und bereichern, und in Menschen, die selbstlos
helfen. Aber auch die Musik wird in ihrer Schönheit oft als etwas Überirdisches wahrgenommen, denn die Sprache der Musik kann direkt in die
Seele schauen. In vielen Überlieferungen singen Engel himmlische Lieder, um die Schöpfung zu preisen und Hoffnung auf der Erde zu
verbreiten, wie die beiden Moderatorinnen Josefine Hörburger und Lisa Wagner eingangs verdeutlichten.
Unter dem Motto „Engel” entfaltete sich an diesem Abend unter der Leitung von Veronika Amselgruber und Matthias Ströse eine festliche Reise
durch die Welt der Musik und Poesie, die den Geist der Weihnacht spürbar machte.
Mit einer berührenden Hymne der Schürzenjäger „Wir alle sind Engel füreinander“ lud der Auswahlchor dazu ein, die Rolle des Engels im
alltäglichen Leben selbst zu übernehmen, indem man für andere da ist und durch kleine Gesten Großes bewirken kann. Die Chorklassen der
fünften und sechsten Jahrgangsstufe suchten mit der Ballade „Ein Engel” der Wise Guys nach einem Schutzengel im Leben, bei dem
man Geborgenheit und Liebe verspürt. Melodische Harmonien mit epischem Charakter präsentierten die über 60 Mitglieder des
Unterstufenchors mit ABBAs hymnischen Titel „I have a dream”. Mit ihren glockenhellen Stimmen transportierten die Schülerinnen und Schüler
ein musikalisches Manifest für die Fähigkeit der Menschheit, trotz der Widrigkeiten an eine bessere Zukunft zu glauben. Diesen Gedanken
griff auch der Mittelstufenchor mit „Angels” von Robbie Williams auf. Die emotionale und gleichzeitig kraftvolle Melodik des weltweit
bekannten Popsongs erzeugte Gänsehaut beim Publikum in der Aula des Gymnasiums. Ganz traditionell wurde es mit den Sängern aus der
Chorformation „Singen für Jungs”, die mit dem klassischen Weihnachtslied „Hark! The herald angels sing” aus dem 18. Jahrhundert die
Freude und das Staunen über die Ankunft des Erlösers mit großer Inbrunst zum Ausdruck brachten. Die junge Vorband forderte rhythmisch
auf den Punkt „I want to hear the angels” und traten nur wenig später im Arrangement von Matthias Ströse „Chatter with the angels”
selbstbewusst mit den Engeln in Kontakt.
Sehr gefühlvoll interpretierten die Solistinnen Jill-Ellen Fehmer und Josefine Hörburger aus der 12. Jahrgangsstufe den
„Song that the angels can’t sing” der christlich geprägten Band Casting Crowns, die mit dieser Komposition die einzigartige
Erfahrung der Erlösung ausdrücken wollten, die Menschen im Gegensatz zu Engeln erleben.
Drei starke Chorstücke prägten den Abschluss des vorweihnachtlichen Musikfestes für die Schulfamilie: Mit „Lullabye“ von Billy Joel präsentierte
der Oberstufenchor zart und anrührend ein sehr persönliches Lied, das der Songwriter einmal für seine Tochter, seinen Engel, geschrieben hatte.
Einen Kontrapunkt bot hingegen die mysthische Atmosphäre im Chor-Arrangement des Rammstein-Songs „Engel“. Die Kombination aus
Oberstufen- und Lehrerchor erzeugte einen sakral anmutenden, von Fugenelementen geprägten Klangteppich, die verschiedenen Stimmlagen bewegten
sich zwischen sanft flüsternden Passagen bis hin zu kraftvoll aufrüttelnden Höhepunkten.
Das große Finale brachte alle Chöre der Schule mit über 130 Mitwirkenden auf die große Bühne, um gemeinsam John Rutters sehr bekanntes
Werk „Angel’s Carol” mit harmonischer Eleganz zu singen. Tosender Applaus und die Einforderung einer Zugabe belohnten die Leistungen
aller Musikerinnen und Musiker. Sie hatten mit ihren wunderbaren Darbietungen einen wertvollen Moment des Innehaltens in der
vorweihnachtlichen Atemlosigkeit geschaffen.
Stefanie Ulrich